9. November 2021

Macht im BDSM

 

Zum letzten BDSM-Stammtisch gab es den Wunsch einer Teilnehmerin über „Macht im BDSM“ zu sprechen. Gesagt, getan. Wir trafen uns also zur Themenrunde. Da dieses Thema sehr individuell ausgelegt wird, war es eine offene Diskussionsrunde und wir sprachen über unsere Interpretation von „Macht im BDSM“, bzw. wie wir Macht überhaupt in unserem Spiel definieren und was für uns dazu gehört.

Es war ein interessanter Abend. Ich glaube die wenigsten verbinden Macht als erstes mit Verantwortung und Fürsorge. Jedoch ist es genau das, was als erstes von einem Dom genannt wurde. Für Neueinsteiger*innen klingt das evtl. befremdlich. Was hat Macht mit Verantwortung und Fürsorge zu tun?

Vielleicht fangen wir weiter vorne an. Macht wird immer eher negativ assoziiert. Im Kontext des BDSM steht jedoch immer der Konsens. Nichts wird gemacht, ohne das alle Teilnehmer*innen damit einverstanden sind (SSC). Ein Teilnehmer brachte ein, dass wir unterscheiden müssen zwischen „gesunder“ und „ungesunder“ Macht.

Wir zitieren ihn hier mal:

„Die „gesunde“ Macht bewegt sich innerhalb des Konsens. Es ist ein zeitliches Beherrschen in einem zuvor abgesteckten Rahmen, wie Ort, Zeitpunkt und Dauer des Spiels. Hier wird zuvor abgestimmt, welche Spielarten, Belobigungen und Strafen zum Einsatz kommen. Es werden Goes und NoGoes abgeklärt und Grenzen festgelegt, die nicht überschritten werden dürfen. Es werden aber auch Grenzerweiterungen und ihre Handhabung bei Nichtgefallen festgelegt. Die gesunde Macht ist die Übergabe meines Wesens in vertrauensvolle Hände.

„Ungesunde“ Macht fordert jedoch mehr wie der*die andere geben kann oder sogar möchte. Aus meiner Sicht ist die „ungesunde“ Macht, die Herrschaft über eine Person, die der*die Herrschende* missachtet, diskreditiert usw. und sich an das Leiden der unterdrückten Personen erfreut, ohne Rücksicht zu nehmen. Bei dieser Machtausübung wird Sub* nicht nach ihrem*seinem Befinden gefragt. Dem (Fem)Dom* ist es egal, ob Sub* es möchte oder nicht. All ihre*seine Belangen sind irrelevant. Sub* hat keinerlei Rechte. Einzig allein (Fem)Dom entscheidet hier über Recht und Unrecht.“

Hier reden wir von Grenzverletzungen und in einer abhängigen toxischen Konstellation auch von Machtmissbrauch im Sinne des Missbrauchs von emotionalen, sowie körperlichen Grenzen. Dieses heißen wir absolut nicht gut und ist nebenbei bemerkt strafbar.

Sprechen wir jedoch von der „gesunden“ Macht, heißt es für (Fem)Dom* auch der Verantwortung bewusst zu sein, innerhalb der abgesprochenen Grenzen zu agieren. Das Vertrauen was einem*r geschenkt wurde zu würdigen. Wenn wir als aktiver Part „zuschlagen“, „erniedrigen“ oder „bestrafen“, geschieht das im Bewusstsein, dass Sub* zugestimmt hat und bereit ist, dies auch zu geben. Sub* hat immer ein ganz kleines Stück der Selbstkontrolle um die Session ggf. selbständig abzubrechen.

Das führt uns natürlich zu der klassischen Frage, wer denn eigentlich Macht in der BDSM-Konstellation besitzt.

(Fem)Dom* oder Sub… Was denkt ihr?

Glaubt ihr der*die (Fem)Dom* besitzt all die Macht?

Da müssen wir euch ein wenig enttäuschen. Wie oben angedeutet bewegen wir uns innerhalb der besprochenen Rahmenbedingungen. Heißt das also Sub* besitzt die Macht? (wieso denke ich jetzt an Star Wars^^).

Nee, auch Sub* besitzt nicht die Macht. Also wer dann?

Die Antwort ist so simpel, aber dennoch scheinen es einige zu vergessen (Wunschzetteldom*, Machtmissbrauch seitens des*der (Fem)Dom*). Beide besitzen Macht. Es ist ein Zusammenspiel innerhalb der individuellen Beziehungsdynamik. Sub schenkt uns Macht über sie*ihn zu verfügen. Im gemeinsamen Gespräch werden die Grenzen abgesteckt und innerhalb dieser bewegt sich (Fem)Dom*. Aaaber das heißt nicht, dass während des Gesprächs (Fem)Dom* nur zuhört und sich eine Liste macht, was geht und was nicht. Um eine Überforderung auch auf aktiver Seite zu vermeiden, oder etwas zu Spielen, worauf man eigentlich gar keine Lust hat und es nur macht um zu gefallen (auch das wäre ein Missbrauch und eine Grenzüberschreitung seitens der*die Sub*), hat

(Fem)Dom* natürlich auch ein Wörtchen mit zu reden.

Was ist er*sie bereit zu geben? Welche Spiele möchte er*sie mitmachen oder was mag er*sie überhaupt? Also ihr seht, es sind genau die selben Fragen für Sub*, wie für (Fem)Dom* die besprochen werden sollten.

Wie eine Teilnehmerin das schön gesagt hat… Macht ist keine Einbahnstraße. Es braucht die, die bereit sind es auszuüben und die, die bereit sind es zu empfangen und im gesunden Spiel geschieht dies freiwillig und einvernehmlich. Also kann Macht vom aktiven, wie passiven Part gegeben und ebenso genommen werden.

Bevor es zum Machtaustausch kommt, braucht es ein Vertrauensvorschuss seitens Sub*. Um diese geben zu können, braucht es ein Gespräch und ein Aushandeln von does und don´ts. Kommt es zum Spiel und Sub* gibt ihre Macht ab, so ist (Fem)Dom* in der Verantwortung auch innerhalb des Spiels sich gut um Sub* zu kümmern. Das heißt, dass der aktive Part empathisch darauf achten muss, wie viel er*sie seinem*ihrem Sub* abverlangen kann. Darin besteht auch die Fürsorge, vor allem in der 1. Session mit einem*r unbekannten Sub*. Wir als aktive Seite besitzen nicht nur die Kontrolle im Spiel über Sub*, wir müssen auch die Kontrolle über uns behalten um nicht in einen (Fem)Dom*rausch zu verfallen und ohne böse Absicht Grenzen zu überschreiten, sowie über die Situation, damit Sub* sich hingeben kann ohne Angst zu haben, dass (Fem)Dom* oder andere übergriffig werden. Aber wir auf der aktiven Seite müssen auch unsere Grenzen kennen, damit wir die Situation unter Kontrolle halten können um uns auch nicht zu überfordern.

Nach der Session ist vor der Session. Das Auffangen ist ebenfalls wichtig, damit Sub* sich von der Session erholen kann und (emotional) stabilisiert wird. Vergesst nicht, Sub* hat uns ein Geschenk gemacht und dieses gilt es beim Auffangen zu wertschätzen. Auch da sollte man sehen, dass es passt. Einige kuscheln gerne, andere möchten ihre Ruhe und später einfach gemeinsam quatschen. Solltet ihr als (Fem)Dom* nicht so auf kuscheln stehen, dann braucht ihr eine Sub* die in sich zur Ruhe kommen kann. Sprecht das auch unbedingt vorher ab. Viele vergessen das.

Bei der Frage, was braucht Sub* um sich fallen lassen zu können, wurde vor allem das Wort Vertrauen genannt. Ihr seht Vertrauen ist das A und O.

Bei der Frage, woran Sub* jemand als dominant anerkennt, wurde es schon schwieriger. Viele meinten, dass strahlt die Person aus. Nach einigen Überlegungen, kamen wir darauf, dass es die zwischenmenschliche Beziehung ausmacht und ob es zusammen passt. Das kann nun wirklich nur individuell herausgefunden werden.

Anziehung ist etwas, was da ist und wir nicht erklären können. Vielleicht wenn wir näher hinsehen kommen auch Worte wie Sympathie, Vertrauen, sich geborgen/gesehen fühlen, das Gefühl haben, dass jemand einem zuhört, usw..

Kommt euch das irgendwie vertraut vor?

Das ist das Leben, nicht nur in BDSM-Beziehungen egal welcher Art, sondern auch in „normalen“ Beziehungen.

Wie ihr merkt ist „Macht im BDSM“ kein schwarz oder weiß. Es ist sooo viel mehr. Zum Abschluss möchten wir eine Teilnehmerin zitieren, die es wunderbar

zusammengefasst hat:

    „Und was ich aus dem gestrigen Abend insbesondere

mitnehmen durfte ist, dass BDSM-Verständnis keine schwarz-weißen Einstellungen nötig sind. Zwischen Schwarz als Abwesenheit von Farbe und Weiß, als Überlappung aller Farben liegt ja ein kunterbuntes Spektrum :-)

    Verantwortung, Fürsorge, Empathie, Vertrauen, Integrität, Kontrolle, Anziehung, Hingabe, Aushandeln, Ausprobieren, Lachen, gemeinsam genießen...“


8. September 2021

Mein Bondage-Erlebnis

Hallo ich bin Tommi oder auch in der Szene Robbin Huut genannt. Ich gehöre laut meinem morgendlichen Spiegelbild schon der älteren Generation an, und bin seid unendlich langer Zeit Anhänger der BDSM Szene. Ich weiß gar nicht mehr, wann dass angefangen hat. Ich bin auch schon seit 35 mit der gleichen Frau verheiratet. Sie ist auch mit den Jahren etwas älter geworden, aber wir sind immer noch in einander verliebt. Nun ist es ja im Eheleben so, dass die körperlichen Sporteinheiten die ersten Jahre richtig heftig sein können. Diese jedoch mit den Jahren immer weniger werden, sich sogar bis auf „0“ reduziert können und damit das Ende der Zweisamkeit eingeläutet wird. Oder man lebt mit seinem*r Partner*in dahin und wartet auf ein Ende.

Nun was hat das mit BDSM und Bondage zu tun? Was möchte ich euch mitteilen? Nun! Kurz vor den absolutem Ende kam die Idee. Wie ich schon anfangs erwähnte bin ich schon lange im BDSM dabei. Nun jedoch stieg meine Frau mit in der Szene ein. Anfangs mit ganz kleinen Schritten. Aber dafür stetig, steigernd und Schritt für Schritt. Wir schlossen uns dem BDSM-Stammtisch-Potsdam an und wurden dort auch gleich sehr gut aufgenommen. Meine Frau hätte sich als Anfängerin ein wenig mehr gewünscht. Anfangs war meine Frau auch sehr unsicher. Aber wir blieben und finden die Gruppe einfach gesagt toll. Jetzt konnte ich meiner Frau endlich zeigen, dass ich mich in der Szene wohl fühlte. Wir lernten hier viele nette Leute kennen, unter anderen auch Lady Marie.

Lady Marie ist eine sehr nette, stolze und hübsche Frau. Sie erzählte uns, dass sie die Kunst des Shibaris beherrscht und praktiziert. Wir wurden sofort Hellhörig und interessierten uns dafür.
Wir baten sie, uns diese Kunst des Fesselns näher zu bringen.


Daraufhin lud sie uns zu sich ein und zeigte uns viele Techniken. Abschließend fragte sie mich, ob sie mich fesseln dürfe. Ich war und bin heute noch so was von begeistert, sank vor ihr zu Boden und antwortete: „Ja liebe Lady Marie bitte Ja. Ja ich will." Meine Frau und auch Herrin erlaubte mir meine Entscheidung. Lady Marie fing an mich zu fesseln. Sie legte ein Seil nach dem anderen an. Obwohl ich sehr kitzlig bin, strich sie mit solch samtig führenden Fingern über mein Körper, dass ich nicht ein einziges mal das Gefühlt der kitzelnden Reizüberflutung hatte. Ich quatschte und quatschte bis sie mich auf einmal anhob und an einem Bondage-Ring hingen lies. Sie sagte mir leise zu sein und die Augen zu schließen. Ich wurde still und schloss die Augen. Und...

Ich erlebte einen Flug! Meine Körper meine Seele sah ich durchs Universum zu rauschen. Ich hob ab. Ich flog. Ich war nicht hier. Ich war nicht da. Ich war irgendwo und doch ganz nah. Ich habe mich fallen lassen und die Kontrolle über mich abgegeben. Nach schier unendlich langer Zeit holte sie mich wieder zurück in die Realität. Sie löste die Fesseln, nahm mich in ihre Arme und lies mich Stück für Stück wieder zurück kommen.

Bei einem unsere Stammtischbesuchen wurde festgelegt, dass ein Bondage-Picknick an einem Sonntag stattfinden soll. Interessierte Personen sollten sich melden. Ich war sofort begeistert. Fragte meine Frau und Herrin ob wir daran teilnehmen könnten. Meine Herrin sagte das Bondage nicht ihr Fetisch sei, aber wenn ich es möchte würden wir dennoch gemeinsam dort hingehen. Nun, so kam es auch dazu. Viele Mitglieder des Stammtisches waren schon vor Ort als wir eintrafen. Ich war gespannt was uns dort erwartete. Bei der Erotik Messe „Venus“ haben wir die Kunst des Bondage oft gesehen. Jetzt jedoch sind wir live mit dabei. Auch Lady Marie war mit unter den Teilnehmer*innen. Meine Frau und ich setzten uns dazu und ich begann gleich von dem Besuch bei Lady Marie zu berichten. Wir tauschten uns aus, was es alles für Materialien und Fesseltechniken gibt. Unerwartet fragte Lady Marie mich ob ich wieder gefesselt werden wolle. Mein Blick schnellte zu meine Herrin hinüber mit der flehenden Bitte dieses zu erlauben. Meine Herrin gestattete dies.

Ich war sowas von aufgeregt und glücklich.

Und dann!!! Es war wieder da. Die Schmetterlinge im Bauch. Sie flatterten wie wild. Sie flatterten so stark das sie sogar kotzen musste. Lady Marie fesselte mich nun erneut. Sie sagte mir, dass wir heute etwas anderes machen und erklärte mir was sie machte und warum die Knoten an jene oder andere Stelle gesetzt werden müssen. Und dann! Sie zog mich wieder wie beim letzten mal in die Luft. Meine Stimme verstummte schlagartig. Und da war er wieder. Der Flug...

Der Flug zu den Sternen. Ich lies mich fallen. Ich fiel und fiel. Ich schwebte auf Wolke sieben. Aber auch solch ein Flug muss mal zu Ende gehen und Lady Marie löste nach und nach, in ganz kleinen Schritten, die Fesseln von meinen Körper. Sie nahm mich wieder in den Arm und strich sanft über die Haut meines Körpers. So holte sie mich nach und nach in die Welt der Wirklichkeit zurück. Dieser Flug und dieses Erlebnis war wesentlich intensiver wie der Erste.

Aber beim letzten Bondage-Picknick erlebte ich wohl das Erlebnis der Erlebnisse.
Wir trafen uns erneut auf der der Freundschaftsinsel in Potsdam und es waren bekannte und auch unbekannte Gruppenmitglieder vor Ort. Lady Marie war leider nicht dabei.
Ich hatte für dieses Treffen meine Gitarre zu Musikalischen Untermalung mitgenommen. Wir saßen nun bei einander und unterhielten uns über alles mögliche. Während meines Gitarrenspiel hörte ich im Hintergrund eine Stimme, die unsere Runde begrüßte. Lady Marie😊. Ich freute mich sehr, dass sie es doch geschafft hat auch dieses mal dabei zu sein.

In der Zeit zuvor schauten wir gemeinsam Rudi und seine Partnerin Alena bei ihren Fesselspiel zu. Ich unterhielt mich mit Rudi und erwähnte, (anfangs vor seinem Spiel mit Alena) dass ich mal Kopf über gefesselt hängen würde. Und fragte ihn, ob er mir mal erklären könne wie das gemacht wird, wenn es ihn die Zeit erlaubt.

Plötzlich wandte sich Lady Marie zu mir. Und fragte mich „ Tommi, willst du wieder Fliegen? Diesmal mit dem Kopf nach unten?“ Ich schaute mit weit aufgerissenen Augen meine Herrin an und bat um Erlaubnis. Meine Herrin willigte ein. Und!!!!
Da waren sie wieder. Kotzende Schmetterlinge in meinem Bauch. Ich zitterte vor Aufregung. Ich habe niemals gedacht, dass ich nun 60 Lebensjahre das erleben darf. Lady Marie forderte mich auf, meinen Platz für unser Vorhaben einzunehmen. Sie sah in mir meine Anspannung und beruhigte mich mit ihren samt weichen Händen. Sie legte jedes einzelne Seil sanft an meinen Körper. Sie setzte ein Knoten nach den anderen. Nach einiger Zeit des Fesselns bat sie mich aufzustehen und mich gerade hinzustellen. Ich tat wie sie es mir geheißen.
Ich sagte zu ihr: „Wenn ich dir was helfen soll, dann sag es mir.“. Sie antwortete mit einem Lächeln: „Ich hole mir was ich brauche“. Sie zog an einem Seil. Mein Körper kippte langsam und behutsam nach hinten. Ich schwebte in einer waagerechten Lage. Und mein Flug startete. Ich schloss meine Augen und fing an zu fliegen. Ich merkte jedoch während meines Fluges, dass Lady Marie meine Flugbahn änderte. Sie setzte die Seile so, dass ich nach und nach in die kopfüberhängende Position über ging. Und dann!

Ein letzter Zug. Die Position Kopf unten ist erreicht.
Was ich nun erlebte war wohl der Hammer. Mein kleines Flugzeug verwandelte sich in einer Rakete. Meine Gefühle fuhren Achterbahn und schossen mit Lichtgeschwindigkeit durch den Weltraum. Ich flog mit super Hyper-Antrieb. Aus den Schmetterlingen in meinem Bauch wurden riesige Bienenschwärme.
Ich flog, ich flog, ich flog.
Ich war weg. Ich war wohl in einer echten tiefen Trans. Ich war ganz weit weg.
Und wieder und wieder durchquerte ich das All.
Leise im Hintergrund hörte ich, „Hey Marie, was machst du jetzt?“ Sie: „ich bereite Tommi auf die Landung vor.“
Ganz langsam, nach und nach und in noch kleineren Schritten richtete Sie mich wieder auf. Von der senkrechten zur waagerechten Lage. Sie lies mich ganz ganz langsam ab. Bis ich sanft den Boden berührte. Sie legte ihre Hände an mein Kopf. Berührte sanft und geschmeidig meine Hände mein Oberkörper und lies mich erneut durch ihre sanften Berührungen in einer beruhigten Trans fallen. Nach und nach löste sie alle Fesseln. Sie löste ein Seil nach den anderen. Bis letztendlich kein Seil mein Körper mehr berührte. Nur noch ihre zarten Hände strichen über meinem Körper. Nach und nach ließ sie mich wieder erwachen und mich wieder zu mir kommen.


Liebe Lady Marie. Vielen vielen lieben Dank.
Es ist so schön Sie liebe Lady kennen zu dürfen.
Ich möchte gern die Kunst des Fesseln von Ihnen erlernen.
Ich bin ihr Fan.
Danke.
Danke an die schöne Zeit
Danke dass es Dich gibt.
Liebe Grüße
Dein Tommi

 

shibari-session

 


4. Juli 2021

Der BDSM Potsdam ist wieder mit realen Treffen aktiv

Auch in diesem Jahr geht es jetzt erst (mal) wieder los. Der erste Stammi ist gelaufen, auch das erste Bondage Picnic ist vorbei. Unsere Online-Stammi-Treffen sind auf den "nächsten Lockdown" verschoben.

Wo und wann wir die nächsten Veranstaltungen organisieren, ist am Besten auf Nachfrage (per Email, oder Kontaktmöglichkeit) zu erfahren, da wir derzeit sehr spontan unsere Bondage Picnics in Potsdam organisieren. Ebenso recht spontan kann derzeit auch nur unser Stammtisch statt finden. Das WO und WANN hängt derzeit viel von den Möglichkeiten der/ (Vorschriften für die) Lokalitäten etc. und dem Wetter ab.
Wir wechseln derzeit auch die Lokalitäten, da beim La Leander derzeit leider noch nicht immer ein Treff wieder zu guten Bedingungen möglich ist.
Bei schönem Wetter wird draußen ein Treffen (a la Picnic) als Stammirunde vereinbart.
Ebenfalls wird eventuell nicht der erste Donnerstag des Monats bleiben.

In der Regel kommunizieren wir über  Whattsapp Gruppen derzeit.
 

Eine Anmeldung über Luca App (leider), oder per Papier-Formular, oder gesammelt über mich/ Orga Mitglieder möglich.
In manchen Lokalitäten wird ein Nachweis bezüglich der 3 G (geimpft, genesen, getestet) benötigt.

Des Weiteren müssen die Hygieneregeln eingehalten werden, Mund-Nasen-Schutz benutzt werden, Abstand eingehalten werden, und Kontaktdaten an den jeweiligen Veranstalter (BDSM Potsdam betreffend) weiter gegeben werden.
Diese Kontaktdaten (Vor- und Familienname und die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse der Betroffenen) werden 4 Wochen gespeichert (Ausnahme auf Wunsch längerfristige Speicherung bei öfterem Erscheinen Stammtisch etc.) und bei keinem Corona-Infektions-Verdacht werden die Daten gelöscht. Das bedeutet natürlich, dass die jeweiligen Veranstalter der Events und der Organisator des BDSM Potsdam von euch erfahren sollten, wer Symptome bezüglich "Corona" hat oder nicht. Ein jeder Teilnehmer sollte für sich und für die anderen selbst wissen, ob er gesund ist, zur Risikogruppe gehört und erscheinen sollte oder nicht.

Auch sind weiterhin Möglichkeiten für BDSM-Einsteiger/ BDSM-Interessierte vorhanden, sich zu informieren, und eventuelle Einzel -Treffen mit den Organisatoren des BDSM Potsdam zu vereinbaren. Traut euch, keiner beißt.

Ebenfalls der BDSM Berlin e.V. sowie der Stammtisch Brandeburg a.d.H. veranstalten wieder Munches/ Stammtische oder andere Events.

3. Juli 2021

BDSM-Pride

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1. Mai 2021

Fetisch(ismus)

Heute wollen wir uns dem Thema „Fetisch/ Fetischismus“ zuwenden.

Fällt euch spontan ein „Fetisch“ ein? Der bekannteste ist wohl der Fußfetisch. Doch es gibt noch ganz viele. Hier ein paar Beispiele:

- Schuhfetisch (Schuhformen/typen, wie Ballettos, High Heels, Overknees, ... meist im Zusammenspiel       mit dem Fußfetisch)

- Materialfetisch (Lack, Leder, Nylon, Latex, PVC, Satin, Seide, Kunststoff...)

- Kleidungsfetisch (Korsett, Reizwäsche, Uniformen, Badebekleidung…)

- bestimmte Rollenspiele/ Praktiken (Pet-play, Age-play...)

- Bimbofication

- Sadomasochismus

- usw.

Wie ihr schon merkt, umfasst der Fetischismus ein unglaublich weites Feld. Doch woher kommt das Wort „Fetisch“ und was ist ein Fetisch eigentlich und gibt es einen Unterschied zwischen Fetisch und Fetischismus?


Im Duden lassen sich 2 Definitionen finden:

„1. [heiliger] Gegenstand, dem magische Kräfte zugeschrieben werden, subjektiv besondere Bedeutung beigemessen wird; Götzenbild (Völkerkunde)

2. Gegenstand, Körperteil o. Ä. als Objekt des Fetischismus (Psychologie)

Na alles klar? Ok, Übersetzung folgt gleich. Jetzt nur schnell woher das Wort an sich kommt:

Fetisch hat alleine nur vom Wort her eine etwas umständliche Geschichte. Es ist dem franz. fétiche entlehnt, welches eigentlich aus dem portug. feitiço kommt. Beides bedeutet „Zauber / Zaubermittel“. Der Ursprung liegt eigentlich im lat. factīcius (nachgemacht/unecht). So, zurück zur Übersetzung vom Duden:


1. Der Begriff Fetisch kommt aus dem religiösen Gebrauch und bezeichnet ein lebloses Objekt der, mit magischen Kräften oder Geister beseelt ist. Durch die Verehrung und Opfer können diese Kräfte aktiviert und gesteigert werden. Jedes Objekt kann zu einem Fetisch werden. Ursprünglich kommt diese Art der Gegenstandsverehrung aus Westafrika. Wobei es im Christentum ebenfalls so etwas gibt. Man denke nur an den Heiligen Gral.

2. Das hat Duden etwas kurz gegriffen. Aus der Psychologie sprechen wir meist über einen sexuellen Fetischismus, wenn wir über Fetische sprechen. Ein Fetisch ist ein unbelebter Gegenstand, Körperteil oder ähnliches, der subjektiv erotisch aufgeladen ist.

 

Und jetzt kommt auch der Unterschied zwischen Fetisch und Fetischismus:

Fetisch ist das Objekt, welches verehrt wird oder sexuell aufgeladen ist (z.B. High Heel). 

Fetischismus ist die Fixierung auf dieses Objekt oder dessen Verehrung, nicht das Objekt (der Fetisch) selbst.


Auf Punkt 2 wollen wir ja etwas tiefer eingehen. Wir hatten am Anfang ja schon einige Fetische genannt. Häufig denken Menschen allgemein an so was, wenn sie Fetisch hören. Mittlerweile verbinden viele eine sexuelle Vorliebe, die Objekte, Körperteile oder Handlungen miteinbeziehen kann. Witzigerweise gehören Sextoys nicht dazu, da sie ja für die sexuelle Handlung hergestellt wurden. Also geht es eher um etwas, was sich außerhalb der konstruierten „sexuellen Norm“ befindet.

Übrigens haben wir den sexuellen Fetischismus dem franz. Psychologen Alfred Binet zu verdanken. 1887 zog er, mittels seiner Arbeit „Le Fétichisme dans l´amour“ den Begriff Fetisch in den sexuellen Bereich (und das vor Freud…). Natürlich wurde der Begriff in den Fachkreisen noch als „krankhaft“ bzw. „behandlungsbedürftig“ angesehen. Vorangetrieben durch Richard von Krafft-Ebing und (natürlich) Sigmund Freud.

Und damit kommen wir zur

ICD-10-Definition:

Der Fetischismus findet sich im ICD-10 unter den F65.- Störungen der Sexualpräferenz.

F65.0 Fetischismus

Gebrauch toter Objekte als Stimuli für die sexuelle Erregung und Befriedigung. Viele Fetische stellen eine Erweiterung des menschlichen Körpers dar, z.B. Kleidungsstücke oder Schuhwerk. Andere gebräuchliche Beispiele sind Gegenstände aus Gummi, Plastik oder Leder. Die Fetischobjekte haben individuell wechselnde Bedeutung. In einigen Fällen dienen sie lediglich der Verstäkung der auf üblichem Wege erreichten sexuellen Erregung (z.B. wenn der Partner ein bestimmtes Kleidungsstück tragen soll). (Quelle: https://www.icd-code.de/icd/code/F65.-.html 27.04.2021)


Klingt erst einmal danach, als ob jede sexuelle Vorliebe, bezogen auf Objekte oder Kleidung behandlungsbedürftig wäre und einige fühlen sich auch stigmatisiert durch die Definition des ICD-10. Nach unserem Wissen bleibt Fetisch auch in der neuen Version des ICDs bestehen (ICD-11). Das kann man finden wie man mag, aber vielleicht ist es nicht soooo schlecht. Warum klären wir, wenn wir uns der Frage widmen, ab wann Fetische denn eigentlich ungesund und behandlungsbedürftig sind.


Fetischismus gehört zu den sogenannten Paraphilien; sexuelle Vorlieben, die deutlich von der Norm abweichen (wir hatten es weiter oben angedeutet). Nicht jeder Fetisch ist behandlungsbedürftig und die, die es sind sind nicht automatisch „krank“ oder „pervers“. 

Wenn überhaupt wäre die Frage: sind Fetische legal oder gesetzeswidrig oder vielleicht ethisch, moralisch in Ordnung. Bsp.: Schuhfetisch vs. Nekrophilie (Leichen-teile) vs. Racial play (Personen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft objektifizieren).


Die Frage, ab wann ein Fetisch behandlungsbedürftig ist, liegt an jedem selbst. Allgemein kann man sagen, sobald man einen Leidensdruck verspürt. Was Leidensdruck bedeutet kann auch sehr individuell sein. Hier 2 Möglichkeiten:

    1. ohne den Fetisch ist keine erotische Stimulation mehr möglich. Dadurch ergibt sich eine mögliche Abhängigkeit zum Fetisch, welches einen Leidensdruck erzeugen kann.

Oder

    2. man fühlt sich dazu getrieben diesen Fetisch auszuleben (Suchtcharakter) obwohl man es evtl. nicht möchte (Bsp.: Pictophilie; Vorliebe zu Pornos, erotische/pornografische Bilder).


Für diese Menschen wäre es wichtig, dass diese Art der Paraphilie im ICD-11 bleibt. Es ist nicht nur als Stigmatisierung zu verstehen, sondern auch als Hilfsmöglichkeit. So bleibt es (in Deutschland) möglich über die Krankenkasse abzurechnen, wenn ihr Therapeut*innen mit Kassenzulassung findet und nicht perse selbst zahlen müsst.


Dann gibt es noch die ethisch, moralisch fragwürdigen Fetische, die wohl eher eine Grauzone bilden. Personen aufgrund ihrer Herkunft zu objektifizieren und die nur heiß zu finden, weil sie aus xyz kommen ist erst mal nicht in Ordnung. Warum? Weil der Person ihre Persönlichkeit abgesprochen wird. Feeding (Partner*in füttern und mästen) wäre auch kritisch zu betrachten. Fraglich ist ob der*die Partner*in es tatsächlich im Konsens mitmacht oder aus einer Abhängigkeit heraus oder im schlimmsten Fall es gar nicht mitbekommt (oh ja, solche Fälle gibt es auch). Weitere Abhängigkeitsverhältnisse die entstehen könnten sind beim Geldfetisch im Spiel Findom und Moneypig. 

Diese Grauzonen sind schon zu hinterfragen, aber wenn wirklich alles im Konsens (SSC) passiert/ abgesprochen ist und bleibt, so ist es auch völlig ok.

Dann gibt es noch die rechtliche Seite. Das Sklavenverträge nicht bindend sind, haben wir ja schon bei unserem Thema „Sicherheit beim BDSM“erläutert.


Also ihr Lieben… Fetische können sooo was schönes sein. Aber nicht alle. Wenn ihr unter eurem Fetischismus leidet, scheut euch nicht professionelle Hilfe zu suchen. Viele Stammtische haben KAP-Listen (Kink-Aware-Professionals). Das sind Listen, in denen u.a. Therapeut*innen aufgelistet sind, die vielleicht selbst nicht zur Szene gehören, aber auch keine Berührungsängste mit dem Thema haben . Leidet ihr vielleicht unter dem Fetisch eure*r Partner*in, so hoffen wir, dass ihr das Gespräch sucht und darüber redet. Vielleicht sucht ihr dann gemeinsam ebenfalls professionelle Hilfe und wenn gar nichts hilft, wäre die Frage der Trennung durchaus eine berechtigte Frage.

27. März 2021

Schlaginstrumente – Der Riemen

 


Riemen sind längliche Bänder aus Leder oder Kunststoff. Es gibt sie in unterschiedlichen Varianten. Im Englischen wird Spanking mit einem Riemen als „strapping“ bezeichnet. 

 

Lederriemen wurden in der Geschichte häufig zur Bestrafung eingesetzt und eignen sich deshalb gut für heiße Rollenspiele. 

 

Manche Menschen könnten aber aufgrund von schlechten Erfahrungen durch bestimmte Objekte getriggert werden. Bitte sprecht das vor dem Spielen ab, damit es für alle ein schönes Erlebnis wird. 

 

Leichtere und dünnere Riemen verursachen einen oberflächlichen und eher scharfen Schmerz. Schwerere und dickere Riemen lösen einen tiefen und eher dumpfen Schmerz aus.

 

Wenn etwas doller zugehauen wird, können Schwellungen und blaue Flecken entstehen. Besonders „beißend“ fühlen sich Riemen an, die mit Löchern versehen sind. Schlaginstrumente die aus zwei übereinander gelegten Riemen bestehen sind besonders gemein, weil der Aufprall physikalisch verschärft wird.

 

Auch Ledergürtel eignen sich für ein gutes „strapping“. Diese werden streng genommen nicht zu den „straps“ gezählt werden, da sie leichter und wesentlich weniger steif sind und keinen Griff haben. Zum Spanking wird der Gürtel in der Mitte gefaltet, sodass eine Schlaufe entsteht. Es sollte vermieden werden, dass Metallschnallen dabei mit treffen (Verletzungsgefahr!).

 

In Spanking-P***s sieht man manchmal die Verwendung eines sog. „Streichriemens“ (razor strap) als Schlaginstrument. Diese Lederriemen wurden früher benutzt um Rasiermesser zu schärfen.

 

Ein besonderer Lederriemen ist die schottische Tawse (auf unserem Bild zu sehen). Dabei handelt es sich um einen langen, relativ dicken (4,5-5mm) und steifen Lederstreifen, der in zwei oder mehr parallele „Zungen“ gespalten ist. Sie kann eine recht heftige Wirkung haben und hinterlässt charakteristische, rechteckige Spuren.

 

In nordamerikanischen Gefängnissen wurden bis weit ins 20. Jh. Sehr schwere und steife Lederriemen benutzt, die „prison strap“ genannt wurden. Diese waren in der Regel ca. 40 cm lang und unterschiedlich breit (ca. 5cm). Manchmal waren sie auch mit kleinen Löchern versehen. 

 

Aus „Besserungsanstalten“ des 19. Jh. Stammt der sog. „reformatory strap“. Dabei handelt es sich um einen sehr langen, dicken, breiten und schweren Lederriemen. Die Flexibilität am Ende dieses Riemens verstärkt die Wucht des Aufpralls zusätzlich. 

 

Diesen „Züchtigungsinstrumenten“ nachempfundenen Toys sind in diversen (Fetisch-)Shops zu finden.

20. Februar 2021

Schlaginstrumente - Der Rohrstock


Ein Rohrstock wird aus mehrjährigen, hochwüchsigen Gräsern mit holzähnlichen Stielen (z.B. Rattan oder Bambus) hergestellt. Es werden Materialien benutzt die innen hohl oder porös sind (daher der Name ROHRstock ;-)) und somit leichter und flexibler als Holz. Diese Elastizität macht auch die enorme Wirkung von den Rohrstöcken beim Spanking aus, ohne allzu großen Kraftaufwand. Sie federt bei jedem Schlag nach. 


Rohrstöcke hinterlassen charakteristische lange, dünne, rote Striemen. Auch blaue Flecken entstehen häufig. Der Schmerz kann beißend bis dumpf oder gleichzeitig dumpf und beißend sein. Abhängig von Länge, Material, Durchmesser usw. 


Je länger der Rohrstock, desto länger der Weg der zurückgelegt wird. Durch die Hebelwirkung entsteht so mehr Wucht. Je dünner der Stock, desto stechender der Schmerz und je dicker, desto dumpfer.


Mit einem Rohrstock ist nicht zu spaßen. Die Schläge sollten immer mit Präzision und innerer Ruhe durchgeführt werden. Es kann immer zu Verletzungen kommen. Um zu verhindern, dass die Haut aufreißt, sollte der Hintern zuvor gut aufgewärmt worden sein. Eine Rohrstock-Session mit wenig bis gar keiner Aufwärmung („cold caning“) sollte nur von erfahrenen Personen durchgeführt werden. Durch die Biegsamkeit des Stocks besteht außerdem die Gefahr, dass sich dieser „am Ende des Hinterns“ ein Stück um die Hüfte herumwickelt. Dies wird von vielen Menschen als äußerst unangenehm empfunden und ist außerdem riskanter als den „fleischigen“ Po zu treffen.


Idealerweise sollte man zuvor zielen und Maß nehmen und das Ende des Stocks ein Stück hinter der äußeren Pobacke ansetzen. Es können auch Oberschenkel oder Handflächen mit einem Stock gespanked werden (bitte Vorsicht walten lassen!). Eine besondere Form sind Rohrstockhiebe auf die Fußsohle (Bastonade). 


Es gibt geschälte oder ungeschälte Rohrstöcke zu kaufen. Manche Rohrstöcke sind außerdem mit Gummi umwickelt. Die Pflege von Rohrstöcken ist ein eigenes Thema, wozu es umfangreiche Diskussionen gibt. Eine gängige Meinung ist, dass die Stöcke regelmäßig gewässert werden sollen um flexibel zu bleiben und nicht zu brechen. Außerdem verursacht ein mit Wasser vollgesogener Rohrstock einen noch heftigeren Schmerz.


Neben dem klassischen Peddigrohr können auch Stöcke aus Fiberglas oder anderen Kunststoffen verwendet werden.

8. Februar 2021

Schlaginstrumente – Das Paddle

Ein Paddle besteht traditionell aus Holz und hat eine rechteckige Form. Optisch erinnert es an ein Paddel für Ruderboote. Das Spanking-Paddle ist jedoch kürzer und flacher und hat einen kürzeren Griff.

Große Paddle treffen beim Aufprall beide Pobacken gleichzeitig. So entsteht ein dumpfer, flächiger Schmerz. Je nachdem wie stark man zuschlägt kann die Wirkung recht heftig sein. Deshalb ist es empfehlenswert sich langsam heranzutasten.

Da eine große Fläche des Hinterns getroffen wird und nach und nach temporär „taub“ wird, eignen sich solche Paddles auch zum Aufwärmen.

Manche Paddles haben gebohrte Löcher. Diese verringern den Luftwiderstand, erhöhen so die Geschwindigkeit beim Schlagen und damit die Wucht des Hiebes. Außerdem verursachen diese Löcher zusätzlichen, beißenden Schmerz an den punktuellen Stellen.

Es gibt auch Paddles in kleineren Ausführungen oder in ovaler, runder, herzförmiger oder  anderen Formen. Außerdem werden auch Paddle aus Leder, Gummi oder Silikon hergestellt. Je nach Material, Form und Größe werden ganz unterschiedliche Arten von Schmerz verursacht. Manche Paddles sind mit Schriftzügen graviert, die lustige Sprüche, Reime oder die Titel dominanter oder devoter Personen tragen z.B. „Daddy“, „Mommy“, „Brat“, „Princess“ usw.

Wer gerade kein „richtiges“ Paddle zur Hand hat, kann sich auch mit einem Tischtennisschläger, einer Haarbürste oder einem Frühstücksbrett mit Griff behelfen ;-).

30. Januar 2021

 Schlaginstrumente – Die Hand

Schläge mit der offenen Handfläche sind das, was im „klassischen“ Sinne unter „Spanking“ verstanden wird. Es ist sehr beliebt jemanden dazu „über das Knie zu legen“, aber auch in vielen anderen Positionen kann mit der Hand gespanked werden (siehe Artikel „Spanking“).

Spanking „mit der bloßen Hand“ wird von einigen Menschen als sehr intim erlebt, vor allem wenn der Hintern nackt ist und so beim Verhauen direkter Hautkontakt entsteht.

Auf den ersten Blick wirkt das mit der Hand den Hintern „versohlen“ vielleicht weniger „extrem“ als Hiebe mit Peitsche, Paddle und co., allerdings kann ein Spanking das „nur“ mit der Hand durchgeführt wird, auch sehr intensiv und auch schmerzhaft sein.

Bei Tempo und Stärke der Schläge gibt es eine große Bandbreite je nach den persönlichen Vorlieben. Grundsätzlich ist es empfehlenswert sanft anzufangen und sich langsam zu steigern. Es gibt unterschiedliche Techniken um mit der Hand zu schlagen. Die Finger sollten dabei immer geschlossen sein.

Eine Option ist die spankende Hand nach jedem Schlag einige Zeit auf dem Hinter verweilen zu lassen. So hat der Hieb Zeit um in den Körper „durchzudringen“. Dadurch entsteht ein eher „dumpfer“ Schmerz.

Eine Variante dieser Methode ist die Hand nicht liegen zu lassen, sondern sie nach jedem Schlag seitlich zur Seite zu streichen. Eine andere Möglichkeit ist in einer wellenartigen Bewegung zu schlagen und nur mit den Fingern zu treffen. Dies ist gut geeignet für kurze schnelle Schläge, die „spitzen“ Schmerz verursachen. Eine weitere Technik ist in einer „von unten nach oben“ Bewegung aus dem Handgelenk zu schlagen (der Arm wird dabei nur wenig bewegt) und mit der ganzen Handfläche zu treffen. Zwischen den Schlägen kann der Hintern massiert, gestreichelt oder geknetet werden. Das hilft einerseits beim Aufwärmen durch Reibung, andererseits kann die Haut so auch beruhigt werden. „Taube“ Körperstellen werden so wieder empfindsamer. Streicheln kann außerdem die gespankte Person seelisch beruhigen und entspannen.

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